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Erster Job – Mein Tag.

Der Wecker klingelt um 6.00 Uhr . Ich wache auf. Es ist noch dunkel draußen. Der erste Gedanke des Tages ist: Fit sein! Ich muss fit sein. Ausschlafen ist ein Luxus und außerdem zu viel verschwendete Zeit. Stattdessen schwinge ich meinen Körper – der noch gar nicht richtig mitbekommen hat, was eigentlich los ist – aus dem Bett. Ich bewege meinen noch nicht munteren Körper unter die Dusche und summe, um meine Stimmung zu heben. Wahrscheinlich denkt der Nachbar, seine Lüftung sei kaputt. Ich schlürfe noch halb nass in die hellerleuchtete Küche. Das Licht brennt in meinen müden Augen. Der erste Kaffee des Tages ist gegen halb sieben und so beginne ich langsam mit der Menschwerdung. Nachdem die Haferflocken mit extra viel Banane ihren Weg in den Magen gefunden haben, stehe ich am eigentlichen Tagesbeginn. Bis meine Schicht beginnt bleibt noch einige Zeit und so entscheide ich mich noch etwas Warenkunde zu lernen. Apokrine und ekrine Schweißdrüsen, Salicylsäure etc.. Nebenbei versuche ich noch Materialien für den nächsten Fachbericht zusammenzusuchen. Über Zöliakie. Um wieder etwas geschafft zu haben und es von der über einen schwebenden To-Do-Liste abhaken zu können.
Ich putze meine Zähne, kämme mir das Haar und schlüpfe in meine Klamotten.
Die Arbeitswoche beginnt recht ruhig, das ändert sich aber rasch.

Es ist kurz nach 20 Uhr, nun ist auch dieser Tag geschafft und ich kann zurück nach Hause -zu euch. Ich schließe unsere Wohnungstür auf und schon kommt der kleine Carlos auf mich zugerannt. Ich hebe ihn hoch und küsse ihn. Trage ihn in das Wohnzimmer und dort sitzt du, das Abendbrot schon vorbereitet. Baxter versucht mit seinen Riesenpfoten ein Stück Thunfisch zu angeln. Ich muss grinsen. Um kurz nach 22 Uhr gehen wir ins Bett und lesen noch ein paar Seiten, bis dir das Buch nach 10 Seiten auf das Gesicht sinkt und du langsam eindöst.

Noch vor einem halben Jahr hätte ich mir nicht erträumen lassen, dass mich der Alltag so schnell und so gnadenlos in seinen eisernen Griff bekommen würde. Mein Leben ist toll und überhaupt nicht eintönig. Ich lerne viel in einem sehr kurzen Zeitraum. Natürlich nimmt das sehr viel Freizeit in Anspruch. Nicht jeder kann das verstehen, oder versucht es zu verstehen. Vier Jahre lang wollte ich nichts anderes, als endlich mein Studium beenden und Geld verdienen. Endlich vollständig auf eigenen Beinen stehen und gut leben können – genau so wie jetzt.

Natürlich war es schön gegen drei Uhr früh die kalte Nachtluft zu genießen, wenn sich kaum ein Lüftchen bewegt. Ich war umtriebig, weil meine Gedanken mir keine Ruhe ließen.

Jetzt laufe ich mit dir durch den Park und atme die kalte Luft ein. Wenn wir den Kopf voll haben, lassen wir unsere Gedanken dahinfliegen, wo immer sie gerade hin wollen. Mit dir ist alles so einfach. Mit dir ist alles so schön.

Kommentare ( 10 )

    A. sagt:
    05.11.2014 um 08:53:12

    Du schreibst wirklich schön! Der Alltag erwischt einen manchmal schneller als gedacht…
    Wünsche dir einen schönen Tag!

    Liebst,

    A. von http://littlefashionfox.blogspot.de/

    Antworten
    stachelbeerchen sagt:
    05.11.2014 um 09:08:19

    Wow das ist richtig gut beschrieben und man fühlt sich gleich drinnen in der Geschichte und die Fachbegriffe sind mir auch alle nicht unbekannt.
    Grüße von der Beere
    http://stachelbeerchenswunderland.blogspot.de/

    Antworten
    Anni H2O2 sagt:
    05.11.2014 um 10:40:04

    ein schöner post, besonders gefällt mir dein schreibstil.
    sehr angenehm zu lesen :)

    ja ja der alltag, viele verschreien ih ja förmlich. aber irgendwie kann er einfach ganz gut tun wie ich finde. einfach einen geregelten tagesablauf haben und wenn man lust hat kann man manchmal wieder ausbrechen

    liebe grüße Hydrogenperoxid Lifestyle Blog

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    Elisa Zunder sagt:
    05.11.2014 um 11:44:32

    Ein schön geschriebener Beitrag….
    Allerdings solltest du dir auch mal eine Pause gönnen – lange hält sowas keiner auf Dauer durch. Außerdem ist das Leben viel zu kurz um dauerhaft im Alltag zu versinken…manchmal sollte man auch ausbrechen und das Leben einfach mal genießen, denn du hast nur dieses eine! ;)

    Liebst, Elisa

    Antworten
    Sabrina sagt:
    05.11.2014 um 11:53:35

    Dein Schreibstil ist richtig cool zu lesen :)

    lg

    http://sabyybeauty.blogspot.de/

    Antworten
    Nina sagt:
    05.11.2014 um 13:52:10

    Du schreibst echt schön! :)
    Und ich finde du hast recht, der Alltag packt einen einfach viel zu schnell..
    Liebe Grüße! :)

    Antworten
    Alina sagt:
    06.11.2014 um 09:31:33

    Du schreibst so mitreißend schön, dass man garnichts anderes kann,
    außer weiterzulesen.!
    Wünsche dir einen schönen Tag.♥

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    Michelle sagt:
    06.11.2014 um 10:55:15

    Ein sehr schöner Post und toll geschrieben
    Alles Liebe
    Michelle

    Antworten
    04.12.2014 um 08:26:15

    Schön geschrieben. Ich stehe sogar noch früher auf :)

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    Laura sagt:
    04.12.2014 um 14:03:53

    Manchmal finde ich es schade, dass ich nicht studiert habe. Irgendwie hat man das Gefühl eine tolle Erfahrung und Zeit nicht miterlebt zu haben. Ich kenne es nicht anders, als morgens früh aufstehen und abends nach der Arbeit heimkommen und Herr über das Chaos im eigenen Heim zu werden.

    Liebe Grüße Laura vom
    http://streuselsturm.blogspot.de/

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